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  • HU-Berlin Edoc  (5)
  • Berlin : Humboldt-Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät  (4)
  • Berlin : Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät  (1)
Datasource
  • HU-Berlin Edoc  (5)
Material
Language
Years
Publisher
  • 1
    Language: German
    DDC: 560
    Keywords: Bericht ; African Initiated Churches ; Religion und Entwicklung ; Entwicklungszusammenarbeit ; Paläontologie ; Religion ; Sozialwissenschaften ; Christentum
    Abstract: Das Gutachten analysiert das Potenzial der African Initiated Churches (AICs) für die Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel der AICs in Südafrika. AICs sind die größten und am schnellsten wachsenden Religionsgemeinschaften im südlichen Afrika. Sie bieten die Möglichkeit, auch diejenigen zu erreichen, die bislang von sozioökomischer Entwicklung abgeschnitten sind. Allein schon deswegen sollte Entwicklungszusammenarbeit die AICs in den Blick nehmen. Das Gutachten zeigt sowohl mögliche Bereiche als auch Herausforderungen einer solchen Zusammenarbeit auf. Es weist zudem auf weiteren Forschungsbedarf hin. Das Potenzial der AICs für Entwicklungszusammenarbeit wird mit Hinblick auf die individuelle, die soziale und die institutionelle Ebene untersucht. Datengrundlage ist eine umfassende Analyse der Forschungsliteratur sowie eine Feldstudie. (A) Individuelle Ebene: AICs haben grundlegende transformative Effekte auf das Leben ihrer Mitglieder. Sie sind wichtige Quellen für seelsorgerische Betreuung und psychosoziale Unterstützung. Dabei nehmen sie die spirituelle Weltsicht der Menschen ernst. AICs versetzen ihre Mitglieder in die Lage, in ihrem Leben als defizitär wahrgenommene Zustände und Gegebenheiten zu verändern. Sie zeigen konkrete Wege auf, mit Herausforderungen umzugehen. Damit stärken diese Kirchen die Verantwortung für das eigene Leben. AICs sind Vermittler in sozialen Transformationsprozessen. Eine besondere Rolle spielt dabei das breite soziale Netzwerk innerhalb der Kirchen, das den Kirchenmitgliedern Halt bietet und in vielfältiger Weise als „Zuhause“ wahrgenommen wird. AICs bestärken ihre Mitglieder gerade im Kontext von Armut, Diskriminierung und sozialem Wandel in ihrem positiven Selbstverständnis, geben ihnen Stabilität im Leben und steigern ihre Resilienz. Sie unterstützen die Menschen so darin, ihr Leben aus eigener Kraft zu gestalten. In vielen Fällen ist dies auch förderlich für den materiellen Erfolg. (B) Soziale Ebene: AICs sind für ihre Mitglieder wichtige Quellen von Sozialkapital. Basierend auf starken Bindungen und einem hohen Maß an Vertrauen bilden sie Netzwerke der gegenseitigen Unterstützung, die der Risikoreduzierung dienen und wichtige Informationsquellen sind. Sie stellen ihren Mitgliedern Ressourcen zur Verfügung und werden zum Ausgangspunkt gemeinsamer Aktionen im Interesse der Gemeinschaft – auch gegenüber lokalen staatlichen Stellen. AICs fördern eine Kultur der Gewaltlosigkeit und bieten Schutzräume in Kontexten von Gewalt und Kriminalität. Sie fördern zudem den gegenseitigen Respekt in Geschlechterverhältnissen. (C) Institutionelle Ebene: Arbeitslosigkeit und Armut, Antriebslosigkeit und Drogenkonsum sind die größten sozialen Probleme aus der Perspektive der AICs. Ihre Angebote wie Bildung (Stipendien, Schulen), seelsorgerliche Beratung, Aus- und Weiterbildungsangebote, Freizeitaktivitäten für Jugendliche und Existenzgründungsunterstützung gehen auf die grundlegenden Nöte der Menschen ein. Hierzu zählt auch die Hilfe in unmittelbaren Notsituationen (Essen, Kleidung etc.). Viele Kirchenleitende würden im Falle einer Unterstützung durch internationale Entwicklungsorganisationen gern ihre Kirche und damit auch ihre Angebote auf- bzw. ausbauen. Die meisten AICs haben keine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren – jedoch ein großes Interesse daran. Die AICs haben ein holistisches Entwicklungsverständnis, demzufolge sowohl materielle als auch spirituelle Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen. Eine Trennung beider Bereiche, wie sie in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit oft stattfindet, wird daher häufig als problematisch wahrgenommen.   (D) Handlungsempfehlungen: (a) Grundsätzliche Empfehlungen für die Zusammenarbeit mit AICs (1) Religious literacy – Deutsche EZ muss ein Verständnis der AICs mitbringen und ihre religiöse Sprache sprechen. Respekt gegenüber ihrer religiösen Identität ist den AICs sehr wichtig. (2) Langfristigkeit und Transparenz – Die AICs legen darauf Wert, dass eine mögliche Zusammenarbeit langfristig angelegt ist und die wechselseitigen Bedingungen klar kommuniziert werden. (3) Flexibilität – Administrative Anforderungen sollten möglichst niedrig gehalten werden. (4) Qualifizierung – Die Zusammenarbeit sollte von Schulungen zur Kapazitätsstärkung begleitet werden. (5) Agency – Die AICs sollten die Prioritäten der Zusammenarbeit setzen. (6) Ownership – Die Förderung der Aktivitäten der AICs sollte immer einen Eigenbeitrag der Kirchen erfordern. (7) Ganzheitlichkeit – Es sollten explizit auch solche Aktivitäten gefördert werden, in denen spirituelle und entwicklungsbezogene Anteile sich nicht trennen lassen. (b) Bereiche möglicher Zusammenarbeit (1) Einrichtung eines Kleinstprojekte-Fonds für AICs – Die EZ könnte an die vielfältigen Kleinstinitiativen der AICs anknüpfen und so in einen ersten Dialog mit den Kirchen eintreten. (2) Förderung von Entrepreneurship – Auf- und Ausbau unternehmerischen Potenzials durch Zusammenarbeit in der Durchführung von Fortbildungen zur Gründung von (Klein)Unternehmen und Geschäftsführung sowie Kofinanzierung von in den Kirchen bereits existierenden Strukturen und Aktivitäten zur Förderung der (Klein-)Unternehmensgründung im formellen und informellen Sektor. (3) Berufsbildung und Schulen – Kofinanzierung bestehender Einrichtungen der Kirchen und Unterstützung bei der Weiterentwicklung durch Bereitstellung von Expertise (Training of Trainers, Organisationsentwicklung, Fachkräfteentsendung). (4) Kofinanzierung kirchlicher Stipendienprogramme – Stipendien der AICs erreichen solche Jugendliche, deren Eltern nur eine geringe oder gar keine Schulbildung besitzen. Sie leisten somit einen unmittelbaren Beitrag zur Armutsbekämpfung. (5) HIV/AIDS – AICs erreichen gerade die Menschen, die keinen Zugang zu Information und Behandlung haben. Selbst kleinste Kirchen bieten eine wertvolle Plattform, um Informationen zu HIV/AIDS-Prävention und möglichen Behandlungen zu verbreiten. (6) Schulungen im Beratungsbereich – Psychosoziale Unterstützung wird in Form von Seelsorge und Beratung bereits angeboten. Häufig besteht der Wunsch, sie zu professionalisieren und weiter zu entwickeln. (7) Demokratische Teilhabe – AICs schätzen und fördern good citizenship, haben einen hohen moralischen Anspruch an ihre Mitglieder und tragen häufig bereits zu Veränderungen auf lokaler Ebene bei. Daher sind sie geeignete Partner für Fortbildungen zur demokratischen Partizipation (z.B. Wählerbildung, Bewusstseinsbildung für Korruption in der Verwaltung). (8) Bauvorhaben – Finanzielle Unterstützung der Kirchen bei der Errichtung von Gebäuden oder Gebäudeteilen, die für entwicklungsbezogene Angebote genutzt werden. (c) Mögliche Partner Es gibt über 10.000 AICs allein in Südafrika, die meisten davon sind kleine Kirchen mit lokalem Wirkungsraum. Daneben gibt es eine Handvoll großer Kirchen, deren Mitglieder in die Millionen gehen. Diese können Partner für die Zusammenarbeit sein, zumal sie über belastbarere Strukturen verfügen als kleine Kirchen. Dennoch sollte Kooperation auch mit kleinen Kirchen erfolgen. Da es keinen übergreifenden Zusammenschluss der AICs gibt, empfehlen wir die Einrichtung eines Projektbüros in Südafrika für die Kooperation mit AICs. (E) Weiterer Forschungsbedarf: Aufgrund des beschränkten Umfangs und zeitlichen Rahmens der vorliegenden Studie sehen wir weiteren Forschungsbedarf, um die Entwicklungspotenziale des weiten Felds der dynamisch wachsenden AICs zu tiefergehend zu analysieren. Insbesondere sind Langzeitstudien sowie Vergleichsstudien in weiteren Provinzen Südafrikas und anderen afrikanischen Ländern erforderlich. Solche Studien sollten ausführlicher zwischen verschiedenen Kirchen differenzieren, in Bezug auf Kirchenkategorien, Größe und geographische Ausdehnung. Besonderen Forschungsbedarf zum Entwicklungspotenzial der AICs sehen wir in den folgenden Bereichen: Geschlechterverhältnisse, politisches Engagement, die Rolle der Kirchen als Mediatoren in häuslichen, sozialen und politischen Konflikten, Menschenrechte (u. a. Einstellungen zu LGBTI-Rechten), Migration (mit einem Schwerpunkt auf der Rolle der Diasporagemeinden in einer möglichen Zusammenarbeit) sowie die Rolle der AICs in der Schaffung von Perspektiven für Jugendliche.
    Abstract: Not Reviewed
    Note: Wissenschaftliches Gutachten
    URL: Volltext  (kostenfrei)
    Library Location Call Number Volume/Issue/Year Availability
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  • 2
    ISBN: 978-3-9813957-5-4
    Language: English
    Additional Information: Berlin : Eigenverlag 978-3-9813957-5-4
    DDC: 570
    Keywords: Farming ; Systems ; Research ; multi-scale approaches ; learning ; innovation ; transformation ; institutions ; climate change ; sustainability ; participation ; rural livlihoods ; Biologie ; Geowissenschaften ; Raumplanung und Landschaftsarchitektur ; Landwirtschaft und verwandte Bereiche ; Natürliche Ressourcen, Energie, Umwelt ; Naturwissenschaften und Mathematik ; Sozialwissenschaften ; Tiere (Zoologie)
    Abstract: IFSA Europe (www.ifsa-europe.org) is a platform for European Farming systems research. With the 11th European IFSA symposium we sought manifold answers that deal with challenges in an integrative, interconnected way on field and farm level, on regional or landscape level or even at a larger scale.
    Abstract: Peer Reviewed
    URL: Volltext  (kostenfrei)
    Library Location Call Number Volume/Issue/Year Availability
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  • 3
    ISBN: 978-3-9813957-5-4
    Language: English
    Additional Information: Berlin : Eigenverlag 978-3-9813957-5-4
    DDC: 630
    Keywords: Farming ; Systems ; Research ; multi-scale approaches ; learning ; innovation ; transformation ; institutions ; climate change ; sustainability ; participation ; rural livlihoods ; Landwirtschaft und verwandte Bereiche ; Natürliche Ressourcen, Energie, Umwelt ; Naturwissenschaften und Mathematik ; Sozialwissenschaften ; Tiere (Zoologie)
    Abstract: IFSA Europe (www.ifsa-europe.org) is a platform for European Farming systems research. With the 11th European IFSA symposium we sought manifold answers that deal with challenges in an integrative, interconnected way on field and farm level, on regional or landscape level or even at a larger scale.
    Abstract: Peer Reviewed
    URL: Volltext  (kostenfrei)
    Library Location Call Number Volume/Issue/Year Availability
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  • 4
    Language: English
    Additional Information: Berlin & Jinghong : Eigenverlag Humboldt-Universität zu Berlin ,2014
    DDC: 490
    Keywords: Rubber cultivation ; Stakeholder Analysis ; Livelihood ; Xhishuangbanna ; Transdisciplinarity ; Sustainable land management ; Andere Sprachen ; Landwirtschaft, Veterinärmedizin ; Natürliche Ressourcen, Energie, Umwelt ; Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
    Abstract: This study was carried out in collaboration of Humboldt-Universität zu Berlin, the China Agriculture University, Beijing, and the Naban River Watershed National Nature Reserve Bureau (NRWNNR) in Xishuanbanna Dai Autonomous Prefecture, Yunnan Province, PR China. The research group is part of the SURUMER Project, which is concerned with sustainable rubber cultivation in the Mekong Region. The report provides the results of a Stakeholder Analysis in the Naban River Watershed National Nature Reserve; case studies in eight villages on current land use, stakeholders’ problems and interests with regard to rubber cultivation, alternatives to rubber cultivation as well as knowledge dissemination and communication networks.
    Abstract: Not Reviewed
    Note: Übersetzung des Originaltexts in Chinesisch / Mandarin
    URL: Volltext  (kostenfrei)
    Library Location Call Number Volume/Issue/Year Availability
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  • 5
    ISBN: 978-3-8236-1691-7
    Language: German
    Additional Information: Berlin : Margraf Publishers GmbH 978-3-8236-1691-7
    DDC: 370
    Keywords: Klimawandel ; Lausitz-Spreewald ; transdisziplinär ; Klimaanpassung ; Bildung und Erziehung ; Raumplanung und Landschaftsarchitektur ; Natürliche Ressourcen, Energie, Umwelt ; Sozialwissenschaften
    Abstract: Klimaschutz bleibt wichtig, aber wir müssen uns auch mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen! Um dieser Herausforderung zu begegnen, bedarf es eines Austausches und Aushandelns zwischen betroffenen gesellschaftlichen Gruppen. Der Regionaldialog Lausitz-Spreewald versucht genau das. Er ist eine Plattform, auf der Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Vertreter*innen aus Bildung und Kommunen in einen gleichberechtigten Dialog treten und die regionalen Perspektiven vor dem Hintergrund des Klimawandels erörtern und diskutieren. Die „Kommunikationsplattform“ soll somit einen Beitrag dazu leisten, vom abstrakten Begriff „Klimaanpassung“ zu konkreten regionalen Maßnahmen in Praxis, Bildung und Beratung zu gelangen. Der vorliegende Leitfaden zieht eine Zwischenbilanz, dokumentiert die bisherigen Veranstaltungen und den partizipativen Prozess und reflektiert den Regionaldialog als Dialoginstrument zwischen Wissenschaft und Praxis.
    Abstract: Not Reviewed
    URL: Volltext  (kostenfrei)
    Library Location Call Number Volume/Issue/Year Availability
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