Mehr als jede dritte bedürftige Person verzichtet in Deutschland auf ihr zustehende Sozialleistungen. Diese Studie sucht nach gesellschaftsstrukturellen Hintergründen des Verzichts, stellt heraus, welche Entwicklungen ihn begünstigen und welche Nebenfolgen hieraus entstehen können. Durch einen adressat*innenfokussierten Zugang werden die Spannungs- und Konfliktfelder aufgezeigt, die mit dem Gefüge aus politischen Leitbildern, sozio-kulturellen Narrativen, deren Vermittlung an und deren Rezeption durch die Bürger*innen einhergehen.