Werbekommunikation geht weit über die Verbreitung massenmedialer, bezahlter Werbeanzeigen in der Wirtschaft hinaus. Der soziale Mechanismus, der ihr zugrunde liegt, lässt sich potenziell in allen Bereichen der Gesellschaft entdecken und tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Nils S. Borchers diskutiert diese Vielfältigkeit der Werbekommunikation und untersucht insbesondere die Funktion, die der Werbung als Kommunikationsform zukommt. In interdisziplinärer Auseinandersetzung mit bestehenden Werbekonzepten entwirft er eine Theorie appellierender Kommunikation, die Werbung von anderen Formen des Appells wie Empfehlung und Befehl unterscheidet. Der aus dieser Theorie abgeleitete Werbebegriff überwindet die vorherrschenden ontologischen Vorstellungen des Werbediskurses und erlaubt den Anschluss der Werbeforschung an aktuelle Kommunikationstheorien – mit überraschenden Konsequenzen für einen spezifisch kommunikationswissenschaftlichen Werbebegriff.  

Die Zielgruppe: 
Dozierende und Studierende der Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Soziologie und BWL/Marketing. Praktiker aus der Medien- und Werbebranche.

Der Autor: 
Nils S. Borchers ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim.